Diabetes mellitus – Ursachen, Diagnose & Therapie
Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen in Deutschland. Typ-2-Diabetes kann durch Lebensstiländerungen beeinflusst werden. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung sind entscheidend, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.
Steckbrief
Fachgebiet
Endokrinologie / Diabetologie
Häufigkeit
Ca. 8,5 Mio. Betroffene in DE
ICD-10
E11
Diagnosekriterium
HbA1c ≥ 6,5 % / Nüchternglukose ≥ 126 mg/dl
Behandelbar
Ja, Typ 2 teils reversibel
Erstdiagnostik
Hausarzt / Diabetologe
Was ist Diabetes mellitus?
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker dauerhaft erhöht ist. Ursache ist entweder ein absoluter Insulinmangel (Typ 1) oder eine Insulinresistenz mit relativem Insulinmangel (Typ 2).
Typ-2-Diabetes
Mit über 90 % die häufigste Form. Entsteht meist im Erwachsenenalter durch Insulinresistenz. Übergewicht und Bewegungsmangel sind wichtige Risikofaktoren.
Typ-1-Diabetes
Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Tritt häufig im Kindes- und Jugendalter auf.
Folgeerkrankungen
Dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt Blutgefäße und Nerven. Mögliche Folgen: Retinopathie, Nephropathie, Neuropathie, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Ursachen im Überblick
Die Ursachen unterscheiden sich je nach Diabetestyp.
Insulinresistenz (Typ 2)
Die Körperzellen reagieren zunehmend schlechter auf Insulin. Die Bauchspeicheldrüse kompensiert zunächst durch Mehrproduktion, erschöpft aber langfristig.
Autoimmunreaktion (Typ 1)
Das Immunsystem zerstört die insulinproduzierenden Zellen. Die genauen Auslöser sind nicht vollständig geklärt.
Lebensstilfaktoren
Übergewicht (insbesondere Bauchfett), Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich.
Wann zum Arzt?
- Diabetes-Symptome wie starker Durst, häufiges Wasserlassen und Gewichtsverlust sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
- Insulintherapie und Diabetes-Medikamente dürfen niemals eigenmächtig verändert oder abgesetzt werden.
- Bei Anzeichen einer Unter- oder Überzuckerung (Bewusstseinstrübung, Zittern, Verwirrtheit) sofort handeln und ggf. den Notruf wählen.
- Nahrungsergänzungsmittel können eine ärztlich verordnete Diabetestherapie nicht ersetzen.
Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 16.5.2026
Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.
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Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.
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