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    Gynäkologie

    Menstruationsbeschwerden – Ursachen, Diagnose & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe) betreffen einen Großteil aller Frauen. Starke Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit während der Periode können den Alltag erheblich einschränken. Verschiedene Therapieansätze können die Beschwerden lindern.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Gynäkologie

    Häufigkeit

    Ca. 60-80 % aller Frauen betroffen

    ICD-10

    N94.4

    Häufigste Form

    Primäre Dysmenorrhoe

    Behandelbar

    Ja, verschiedene Optionen

    Erstdiagnostik

    Gynäkologe / Hausarzt

    Was sind Menstruationsbeschwerden?

    Dysmenorrhoe bezeichnet krampfartige Schmerzen im Unterbauch während der Menstruation. Man unterscheidet die primäre (ohne organische Ursache) und die sekundäre Dysmenorrhoe (durch eine Grunderkrankung bedingt).

    Primäre Dysmenorrhoe

    Regelschmerzen ohne nachweisbare organische Ursache. Beginnt meist in den ersten Jahren nach der Menarche und wird durch Prostaglandine verursacht.

    Sekundäre Dysmenorrhoe

    Regelschmerzen als Folge einer Erkrankung wie Endometriose, Myomen oder Adenomyose. Treten oft erst nach Jahren schmerzfreier Zyklen auf.

    Begleitsymptome

    Neben Unterleibskrämpfen können Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und allgemeines Unwohlsein auftreten.

    Behandlungsmöglichkeiten

    Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schwere der Beschwerden. Der Arzt entscheidet über die Therapie.

    Schmerzmittel (NSAR)

    Ibuprofen und Naproxen hemmen die Prostaglandinbildung und sind bei primärer Dysmenorrhoe oft wirksam. Frühzeitige Einnahme verbessert die Wirkung.

    Hormonelle Therapie

    Die Antibabypille, Hormonspirale oder andere Hormonpräparate können Regelschmerzen durch Unterdrückung des Eisprungs deutlich lindern.

    Wärmebehandlung

    Lokale Wärmeanwendung (Wärmflasche, Wärmepflaster) kann die Muskelkrämpfe lösen und ist eine einfache, nebenwirkungsarme Maßnahme.

    Wann zum Arzt?

    • Sehr starke Regelschmerzen, die mit normalen Schmerzmitteln nicht kontrollierbar sind, sollten ärztlich abgeklärt werden.
    • Neu aufgetretene oder sich verschlechternde Regelschmerzen nach Jahren ohne Beschwerden können auf eine Grunderkrankung hinweisen.
    • Starke Regelblutungen mit Kreislaufbeschwerden erfordern eine zeitnahe ärztliche Vorstellung.
    • Menstruationsbeschwerden, die den Schul- oder Berufsalltag regelmäßig beeinträchtigen, sollten behandelt werden.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 17.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

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    Medizinischer Hinweis

    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.